BUND Infostand beim Erntefest im Stadtteil Tiengen

Apfelsaft ist nicht gleich Apfelsaft

Erhaltung von Hochstammanlagen durch Eigennutzung

 „Oh, der schmeckt aber gut“, tönt es anerkennend von Festbesuchern bei der Verkostung des frisch gepressten Apfelsaftes. Dank Interreg hat sich die BUND-OG Waldshut-Tiengen eine mobile Einheit aus Apfelzerkleinerer, Mostpresse und Sterilisiergerät zugelegt. Gewöhnt an Handelsware, oft hergestellt aus importiertem Apfelsaftkonzentrat, erfahren viele Menschen zum ersten Mal, wie Apfelsaft eigentlich „richtig“ schmeckt und wie sie diesen Saft selbst herstellen bzw. wo sie ihn kaufen können.

Für die Erhaltung von Hochstammanlagen auf landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen ist der Preis für das Mostgut nicht ausschlaggebend. Wichtiger ist die Möglichkeit, den Saft aus den eigenen Äpfeln nutzen zu können. „Da weiß man, was man trinkt.“ Der Mostverein in Eschbach bietet diese Möglichkeit an. Nach dem Pressen kann man den Saft privat sterilisieren lassen oder das Pasteurisiergerät vom BUND ausleihen.

Die Nutzer der Anlagen kommen inzwischen nicht nur aus der eigenen Gemeinde, sondern teils von weit her. Bis zu 25km beträgt inzwischen das Einzugsgebiet. 2011 war ein sehr ertragreiches Erntejahr, es wurden 80.000 l Saft gepresst, 2012 waren es 56.000 l.


Renovierte alte Mostpresse für Demonstrationszwecke



Neue Schilder am Judenäule

BUND Ortsgruppe renoviert Infoschilder am Judenäule

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